Boxerklub Gruppe Gladbeck gegr. 1961
Konzept
Die Ausbildung des Boxer fängt bereits im Welpenalter an. Seinem
Alter entsprechend können im spielerischen Umgang die Grundsteine für
die spätere, ernsthaftere Ausbildung gelegt werden. Wichtig hierbei ist
die Unterstützung der weniger erfahrenen Hundehalter durch unseren
erfahrenen Ausbildungswart, der jederzeit mit Rat und Tat dem Hundehalter
Hilfestellung gibt. Gerade im Welpenalter kann vieles falsch gemacht werden,
was dann später zu Problemen in der Ausbildung führen kann. Daher ist die
dauerhafte Betreuung wesentlicher Bestandteil in unserem Ausbildungskonzept.
Je nach Zielsetzung durch die Hundehalter - nicht jeder möchte auf die
VPG’s hinarbeiten, einigen reicht auch der Grundgehorsam völlig aus -
wird unter Berücksichtigung von Mensch und Hund der “Ausbildungs-
rahmenplan” konzeptioniert. Dabei gilt es, auf die Eigenarten des Teams
(Mensch & Hund) Rücksicht zu nehmen, soll doch die Ausbildung in
erster Linie mit Spaß und Freude aller Beteiligten verknüpft sein. Der
sensible Boxer benötigt andere Methoden wie der rabiate Typ, ebenso
muß auch der Mensch bedacht werden. Hier gibt’s die Leistungsorientier-
ten, die Übereifrigen, die Nichtmotivierbaren und viele andere Typen,
die alle eine eigene “Ansprache” erfordern.
Bereits im Welpenalter wird, genügend Teilnehmer (=Welpen) vor-
rausgesetzt, durch die Welpenschule die Sozialverträglichkeit im
Umgang mit anderen Hunden und fremden Menschen sichergestellt.
Nach der Welpenphase beginnt die Junghundphase, wo die ernsthaftere
Ausbildung schon beginnt. Selbstredend, das dem Junghund nur mit für
ihn geeigneten anerkannten und mehrfach und mehrjährig erprobten
Methoden die Ausbildungsziele in kleinen Schritten geduldsam beige-
bracht werden.
An dieser Stelle muß erwähnt werden, das die Ausbildung eines Hundes
mit großer Sorgfalt vorgenommen werden muß. Sehr leicht könnten die
Hundeseelen bei der Anwendung falscher Methoden Schaden nehmen.
Ebenso sollte jedem klar sein, das man einen Junghund nicht über die
Meterhürde “schickt”, da seine Knochen für diese Beanspruchung noch
nicht ausgereift sind.
Wer seinen Hund als Sportskamerad und Kumpel ansieht und NICHT als
Sportgerät, wird aus Instinkt schon die meisten ungeeigneten, falschen
Methoden erkennen und als solche ablehnen.
Darüber hinaus wird durch den Ausbildungswart gewährleistet, das
ausschließlich die vom BK-München anerkannten Methoden Anwendung in
der Ausbildung finden. Dadurch ist sichergestellt, das auch die rasse-
typischen Eigenschaften und Eigenheiten der Boxer Berücksichtigung
finden.
Nach der Junghundphase geht es mit der Ausbildung richtig los.
Spätestens jetzt sollte sich der Hundehalter in Richtung Begleithunde-
prüfung bewegen, da diese Prüfung eigentlich ein MUSS darstellt.
Grundgehorsam und Führigkeit mit und ohne Leine sowie die
“Alltagstauglichkeit” (Straßenverkehr/Fahrstuhlsituation usw.) werden
durch die BH geprüft.
Hat das Team diese Prüfung bestanden, kann in Richtung Fährtenhundeprüfung
Stufe 1 (FH1) oder Vielseitigkeitsprüfung Stufe 1 (VPG1) gearbeitet werden.
Da der Ausbildungswart das Team Mensch & Hund mittlerweile bestens
kennt, sind die Tipps und Hilfestellungen auch erheblich präziser und
erfolgversprechender als zu Beginn der Ausbildung, wo das Wesen des
Hundes noch nicht “bekannt” war.
Daher ist es von Vorteil, wenn man auf einen langjährigen und erfahrenen
Ausbildungswart zugreifen kann, der alle Tricks und Schliche kennt
und an die Hundehalter weitergibt. Nach den Prüfung in Stufe 1 folgt mit
gesteigerten Anforderungen die Stufe 2 und 3 in der VPG sowie die Stufe 2
in der FH.
Für alle diejenigen, die mit der bestandenen Begleithundeprüfung schon
“zufrieden” sind, endet die Ausbildung ihres Hundes nicht zwangsläufig.
Es gibt immer etwas zu tun, zu erlernen, und die Beschäftigung mit dem
Hund macht so viel Spaß, das man auf immer neue Ziele stößt.
So z.B. die Gruppenstunden, bei der nicht nur zwei Teams auf dem Platz
die Übungen absolvieren, sondern 8 bis 15 Teams, die gleichzeitig die
Übungen tätigen. Das fördert die Selbstsicherheit und Zivilcourage
unserer Hunde ebenso, wie es unseren Erfahrungshorizont erweitert.
Für die Hundehalter, die noch in keinen Hundeverein aktiv waren, sei
noch angemerkt, das die Geselligkeit und die vielen Fachgespräche rund
um den Hund während der Übungsstunden ein besonderes Vergnügen
darstellt, ebenso das, was im Volksmund “Vereinsleben” genannt wird.
In diesem Sinne - vieleicht sehen wir uns auf dem Platz wieder, Besucher
sind uns jederzeit willkommen.